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Teetering Rock Trail – Wandern schwer gemacht

Wie angekündigt bin ich gestern mit meinem Mitreisenden zum „Teetering Rock Trail“ gefahren. Der Wanderweg führt auf einen Berg rauf. Oben ist eine große steinerne Plattform an deren Rand der „Teetering Rock“ steht. Sein Name kommt daher, dass er im Prinzip nur auf einer Spitze steht und es so aussieht als ob der tonnenschwere Fels jeden Moment über die Kante ins Tal stürzen würde. Diesen Fels und die dazugehörige Plattform habe ich aber nur aus der Ferne gesehen. Bis oben hat es zeitlich nicht gepasst, weil wir nicht im dunklen durch Bärenterritorium laufen wollten. Aber warum war es denn schon so spät?
Schon der Anfang des Trails war schwer zu finden. Offensichtlich wird er nicht so viel genutzt. Eine Dreiviertelstunde später als geplant ging es schließlich richtig los. Und zwar nur recht langsam. Die recht starke Steigung auf den ersten zwei Kilometern wäre eigentlich kein wirklich großes Problem gewesen, wären da nicht tausende Bäume auf den Weg gekippt. Ich weiß nicht über wie viele Bäume wir klettern mussten. Dadurch waren wir natürlich ziemlich langsam. Aber selbst dann hätten wir es noch schaffen können. Leider standen wir aber irgendwann einfach im Wald und kein Pfad mehr weit und breit. Auf gut Glück haben wir uns ein wenig durch die Büsche geschlagen. Tatsächlich bin ich dabei wieder auf den Pfad gestoßen. Im Anschluss sind wir eigentlich ganz gut vorangekommen. Allerdings hatten wir viel Zeit und ich außerdem noch mein Bärenspray verloren.
Der weitere Wanderweg war eigentlich ziemlich schön. Auch wenn die Markierungen auch weiterhin sehr mangelhaft waren, konnte man den Pfad eigentlich gut erkennen. In den folgenden Stunden haben wir einen schönen Aussichtspunkt und einen Mini-Campingplatz passiert. Am Aussichtspunkt sah man allerdings hauptsächlich Rauch.


Der gesamte Weg war gespickt von Bärenkrallen- und Elchhufabdrücken. Gesehen haben wir allerdings nur Eichhörnchen. Etwa drei Kilometer vom Ziel entfernt haben wir dann umgedreht, weil man sehen konnte, dass es nicht mehr so lange hell sein würde. Auf dem Rückweg mussten wir uns an der gleichen Stelle wie auf dem Hinweg wieder durch die Büsche schlagen, weil der Pfad dort einfach nicht mehr erkennbar ist. Um Viertel vor acht erreichten wir dann in der Abenddämmerung das Auto wieder. Da wir nur hundert Kilometer von Fort Nelson entfernt waren, haben wir beschlossen noch in die Stadt zu fahren.
Die nächtliche Rückfahrt war dann eine Erfahrung für sich. Das Licht des Autos ist nicht sonderlich erleuchtend…
Zum Glück konnte ich mich hinter ein anderes Auto hängen, dass deutlich bessere Scheinwerfer hatte. Das schöne war, dass nachts die ganzen Hirsche, Karibus und Elche rauskommen. Wir haben mehrere dutzende am Straßenrand gesehen. Wobei wir uns bei den Elchen nicht sicher sind. Da es recht dunkel war, konnten wir nur das Geweih nur schlecht erkennen. Möglicherweise waren es nur sehr eindrucksvolle Wapiti.

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