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Waldbrände – Hier raucht´s ganz schön

Wie vielleicht der ein oder andere mitbekommen hat, ist in British-Kolumbien der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Dieses Jahr wird als das viertschlimmste Jahr in Sachen Waldbrand gehandelt. Etwa 160 Waldbrände verwüsten momentan ganz British-Kolumbien und einige davon sind ziemlich groß. Der Park ist im Prinzip von Feuern umgeben. zum Glück mit mindestens 100 Kilometern Abstand. (Was in der kanadischen Größenordnung gar nicht so viel ist.) Auf dem Weg nach Watson Lake mussten wir an dem nächsten Waldbrand vorbeifahren – natürlich mit 50 Kilometern Abstand. Man sieht tatsächlich nicht sonderlich viel. Lediglich Rauchsäulen aus dem Wald und eine gigantische Rauchwolke, die den Himmel verdüstert. (Siehe Beitragsbild)
Außerdem ist das Licht hier sehr merkwürdig. Die Farben sind alle unglaublich satt und leuchtend. Es wirkt schon fast unnatürlich. Wenn der Rauch den Park erreicht, ist es den ganzen Tag dämmrig. Manchmal fängt es auch an Asche zu schneien. Das gute am Rauch ist, dass er die Mücken vertreibt. Man muss immer das Positive sehen.
Der Mond leuchtet seit einiger Zeit tagsüber orangerot was zusammen mit dem Dämmerlicht eine sehr merkwürdige aber auch angenehme Atmosphäre erzeugt. Das Problem ist allerdings, dass die Gäste hier zum Teil sehr unruhig sind. Ständig wird man gefragt wo denn die Feuer sind und ob es gefährlich ist. Das ist es momentan nicht. Und wenn es soweit ist, wird der Park evakuiert. Genauso wie hunderte Ortschaften es bereits wurden.

Seit gestern ist es jetzt auch offiziell verboten Feuer zu machen. Das bedeutet tatsächlich weniger Arbeit für mich, weil ich keine Feuerstellen mehr machen muss.

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