Daily-Blog

Schon wieder so still hier…

Seit drei Tagen wieder kein neuer Beitrag. Der Grund dafür: Ich hatte schlicht weg keine Zeit. Vielleicht erkläre ich einfach mal, was ich in den letzten Tagen gemacht habe:
Als erstes war es wichtig meinen Lebenslauf fertig zu bekommen. Dafür musste ich der Organisation hier etwas Druck machen. Angeblich arbeiten sie noch an sooo vielen Lebensläufen, dass ich noch was warten musste. Irgendwann hat es mir gereicht und ich habe Druck gemacht. Das war etwa vor drei Tagen. Innerhalb von zwei Tagen habe ich den Lebenslauf perfektioniert und mich beworben. Von einer der Bewerbungen habe ich bis heute nichts gehört. Aber auf die andere kam prompt eine Antwort: Bewerbungsgespräch am nächsten Morgen. Das war natürlich toll. Sollte jetzt doch alles ganz schnell und einfach gehen?
Am selben Abend habe ich noch einen Amerikaner kennengelernt, mit dem ich und ein anderer Deutscher nachts den Strand unsicher gemacht haben. Es gab tolle tiefsinnige Gespräche direkt am Meer vor der Skyline von Vancouver. Es war fast wie im Film. Der Amerikaner hat übrigens ein eigenes Gartenbauunternehmen mit 14 Mitarbeitern und organisiert nur noch die Aufträge. Diese Aufgabe will er bald auch noch jemandem übergeben. Dann arbeitet er gar nicht mehr, aber verdient Geld. Das ist wohl der Traum eines jeden Menschen.
Am nächsten Morgen ging es dann zum SWAP-Office für das Bewerbungsgespräch über Skype. Dabei handelte es sich vielmehr um eine Informationsweitergabe. Es stand gar nicht zur Frage, ob wir (einer der Mitreisenden und ich) geeignet sind. Arbeitsbeginn 31. Juli bzw. 1. August und wir brauchen „navy blue cargo pants“ und dunkle Schuhe. Der Job ist echt super. Am 31. August fliege ich nach Fort St. John und werde dort abgeholt um in einem Nationalpark zu arbeiten. Freie Unterkunft inbegriffen und guter Stundenlohn, für mindestens zwei Monate.
Und was mache ich in dem Job? Ich pflege den Park ein wenig aber vor allem sorge ich für die Einhaltung der Regeln durch die Camper. Und nachts reicht es wenn ich „einfach da“ bin.
So weit so gut. Den restlichen Tag habe ich dann in der Stadt verbracht. Und auch den heutigen. Die Suche nach „navy blue cargo pants“ gestaltet sich erstaunlich schwer. Vor allem wenn man nicht viel Geld ausgeben will. Naja noch sind es vier Tage, die ich Zeit habe.
Das viel größere Problem ist wohl die Unterkunft in Vancouver. Es herrscht hier ein extremer Wohnraummangel. Viele Kanadier leben zu fünft in einer Dreizimmerwohnung oder so ähnlich. Dementsprechend sind auch die Nächte in Hostels ziemlich begehrt. Und als wäre das nicht genug, ist morgen Nacht der erste Teil eines Feuerwerkfestivals in Vancouver. Tausende Touristen strömen nach Vancouver und treiben die Unterkunftskosten in die Höhe. Alles ist ausgebucht. Leider auch mein Hostel und zwar ohne mich. Natürlich läuft meine Buchung nur bis morgen früh. Da ich nicht wusste ob ich den Job bekomme, konnte ich nicht frühzeitig verlängern. Jetzt noch eine Unterkunft zu bekommen, würde an ein Wunder grenzen. Und tja wer hat dieses Wunder erlebt? Ich!-Zumindest fast. Bis zum 4. August ist Vancouver komplett ausgebucht aber ich habe die Nächte vom 28. bis zum 31. von jemandem der abgesprungen ist bekommen. Nur morgen muss ich wohl am Strand schlafen. Zugegebenermaßen würde mich das gar nicht so sehr stören, weil es echt heiß ist und ich am Strand das Feuerwerk und dahinter die Skyline von Vancouver sehen kann. Trotzdem versuch ich noch irgendwo was aufzutreiben. Zur Not halt ein Hotel.

Tja und genau das hat wohl meine letzten Tage komplett gefüllt…

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