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Mein erster Tag in Kanada

Nach einem eigentlich sehr angenehmen Flug hatte ich gestern noch einige Probleme. Durch die Verspätung konnte ich meine Check in-Zeit für das Hostel nicht einhalten. Da mein Hostel aus vier verschiedenen Häusern besteht, die alle an unterschiedlichen Orten sind und sich zugleich nur eine Person darum kümmert, ist es unbedingt notwendig zum angegebenen Zeitpunkt da zu sein. Man kann die Zeit natürlich verschieben, aber dafür braucht man Internet oder einen kanadischen Handyvertrag. Da ich weder das eine noch das andere in ausreichendem Umfang hatte, musste ich schließlich in den sauren Apfel beißen und 4€ für dreieinhalb Minuten telefonieren ausgeben. Im Prinzip gar nicht so schlimm, aber ich hatte nur 5€ und wusste nicht ob das reicht. Nachdem ich dann zwei Stunden durch Vancouver geirrt bin, hab ich schließlich mit einer Verspätung von 30 Minuten zur neuen Check in-Zeit das Hostel erreicht. Für den Tag war ich fertig. Endlich konnte ich schlafen.

Mein erster richtiger Tag in Kanada begann heute Morgen um 4 Uhr. Der Jetlag lässt grüßen. Allerdings muss ich sagen, dass er nicht so schlimm wie erwartet war. Gegen 6 Uhr bin ich dann langsam aufgestanden. Um 9 Uhr hatte ich dann auch was zu essen: Everything-Beagle. Zugegebenermaßen nicht die beste Wahl. Der Teig liegt etwas schwer im Magen. Außerdem waren sie günstig und das ist hier nicht viel.
Der Plan für den Tag: Nach Downtown fahren und die an Wolkenkratzer reiche Stadt abchecken. Viel draus geworden ist da leider nicht. Zuerst brauchte ich eine kanadische SIM-Karte und die bekommt man in Handy-Shops. Der erste in dem ich war, war schlicht weg extrem teuer. Das hat mir der Verkäufer selbst gesagt und mich freundlicherweise zu zwei anderen billigeren Shops geschickt. Also ging es zum nächsten und siehe da: Ein vernünftiger Vertrag kostet mich „nur“ 50 Dollar (32,50€). Nach genaueren Fragen stellt sich dann heraus, das man nur in großen Städten Internet hat. Ansonsten bezahlt man Roaminggebühren. Total sinnlos, es gibt sowieso an jeder Ecke einen Hotspot.
Im dritten Shop hab ich dann endlich einen vernünftigen Vertrag gefunden. Allerdings brauchte ich für den Abschluss des Vertrags meine Arbeitserlaubnis. Wer weiß denn bitte so was? Also nochmal zum Hostel…
Letztendlich habe ich einen ganz guten Vertrag für 60$ (39€) im Monat. In Kanada ist so etwas echt teuer. Ich wurde sogar von der Organisation gelobt, weil ich einen besseren Vertrag erhandelt habe als sie selbst. Das hat mich aber den halben Tag gekostet.
Als ich dann endlich doch in Downtown angekommen war, habe ich mir noch schnell ein teures aber schönes Hostel gebucht. (Eine Nacht war mir irgendwie in meiner Planung durchgegangen. Jetzt schlafe ich drei aufeinander folgende Nächte in drei unterschiedlichen Hostels.) Dann noch zum Büro der Organisation, wo ich sehr freundlich empfangen wurde und im Anschluss direkt weiter zum „Canada Service“ um mein Social Insurance Number zu bekommen. (Die brauche ich um arbeiten zu dürfen.) Bei der „Bank of Montreal“ muss ich jetzt nur noch ein Konto eröffnen. Als ich heute da war, hat man mir nur einen Termin gegeben. Also muss ich morgen um 11 Uhr nochmal hin.
Um Downtown richtig zu erkunden, ist es leider schon zu spät. (Bzw. ich bin einfach zu müde) Jetzt geht es erst mal wieder zurück zum Hostel. Das ist übrigens seinem Preis entsprechend schön – es war sehr billig für Vancouver. Es liegt in Burnaby, wo es wie in einem typischen amerikanischen Vorort aussieht. (siehe Bild)

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